Bischof Thorsten Beutz zu Gast in der Gemeinde Rhauderfehn – Weihnachtsgottesdienst voller Impulse

Am Weihnachtsmorgen durfte die Gemeinde Rhauderfehn Bischof Thorsten Beutz zum festlichen Gottesdienst begrüßen. Grundlage des Gottesdienstes bildete das Bibelwort aus Philipper 2,5–7: „Seid so unter euch gesinnt, wie es der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht: Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt.“

Die Lesung aus Lukas 2,1–14 führte die Gemeinde in die Ereignisse der Heiligen Nacht und bereitete die Herzen auf die Botschaft des Evangeliums vor. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Gemeindechor und einem kleinen Musikensemble, das mit stimmungsvollen Liedern die weihnachtliche Atmosphäre unterstrich.

In seiner Predigt ging Bischof Beutz auf die Folgen des Sündenfalls ein und machte deutlich, dass Gott die Menschheit nicht im Stich gelassen hat, sondern selbst den Weg der Rettung gegangen ist – ein Weg, der ihn in der Opferbereitschaft seines Sohnes schmerzlich berührte. Dabei zeigte der Bischof, wie Gott zum praktischen Helfer wurde: Er gab nicht nur gute Ratschläge, sondern arbeitete aktiv an der Lösung mit. Jesus selbst gab als Vorbild den Gläubigen, indem er sich den Sündern zuwandte. Heute seien Christen aufgerufen, selbst ein Vorbild zu sein und einen Kontrapunkt in der Welt zu setzen, damit deutlich wird, welchen Wert es hat, das Wort Gottes zu hören und die Sakramente zu empfangen.

Auch Hirte Uwe Dralle griff in seinem Beitrag die Begegnung Jesu in Bethanien auf, bei der Maria das „gute Teil“ erwählt hatte. Der Hirte betonte, dass dies kein Urteil über Marta war, sondern eine Einladung, die Gegenwart und Botschaft Jesu bewusst zu nutzen.

Die Gemeinde Rhauderfehn erlebte einen bewegenden Weihnachtsgottesdienst voller geistlicher Impulse, die Mut machen, das eigene Leben an der Botschaft Christi auszurichten.